Montag, 6. Oktober 2014

Review passieren lassen......

Es sind jetzt drei Monate her seit dem 04. Juli und ich kann es fast gar nicht glauben, wie schnell die Zeit vergangen ist. Auf der einen Seite erschreckt mich das total, auf der anderen Seite ist es auch ein gutes Gefühl, denn je mehr Zeit vergeht, je mehr Abstand man gewinnt, je eher schafft man es, nach vorne zu schauen. Und genau das möchte ich. Ich möchte nach vorne schauen....

Natürlich mag ich mich auch nicht gegen den Blick zurück wehren, aber wenn ich die letzten drei Monate mal Review passieren lassen, dann ist da so viel Schmerz und Traurigkeit, die sicher in diese Zeit gehören und auch die Phasen der Wut, Fragen und Vorwürfe gehören alle in die Zeit und waren wichtig, aber sie gehören eben alle in die vergangene Zeit. Damit will ich nicht sagen, dass die Zukunft nur rosarot sein darf, nein ganz im Gegenteil, in der Zukunft haben natürlich auch traurige Momente noch ihren Platz verdient, aber dann wäre es doch schön, wenn diese traurigen Momente auch zeitgleich ein Lächeln im Gesicht hervorrufen würden, denn das ist möglich. Unsere Zwerge zaubern uns nämlich täglich ein Lächeln ins Gesicht, nicht nur Trauer und der Schmerz des Verlustes. Nein auch Freude, Freude darüber diese kostbare Zeit mit Ihnen verbracht haben zu dürfen und auch darüber, dass sie unsere Kinder sind, ein Leben lang! Jeder Moment des Schmerzes ist zeitgleich ein Moment der Liebe geworden. Die letzten drei Monate haben mich verändern lassen. Zu Beginn hatte ich das Gefühl, als wäre ich mit Valerie und Felix ein Stück gestorben und als sei meine Lebensfreude mit ihnen gegangen. Und ich muss sagen, ja, so ist es, aber ich sehe es nicht mehr als etwas Negatives, denn der Teil, der mit ihnen gestorben ist, ist ein Teil der für immer bei ihnen ist und der nur ihnen gehört. Und auch meine Lebensfreude, die gegangen ist, ist sicherlich wirklich gegangen, aber ich habe neue Lebensfreude zurückerhalten, neue Lebensfreude in der zwei Kinder Teil von sind und immer sein werden. Diese Lebensfreude ist so viel tiefer, wie die bisherige, so viel priorisierter wie bisher. Es ist eine kleine Familie entstanden und hat eine Wichtigkeit bekommen, die mir nie wieder jemand nehmen kann und die mein Herz mit unglaublicher Wärme erfüllt.

Zurückblickend muss ich also sagen, dass jede Zeit seinen Moment verdient und benötigt hat und auch der noch heute in mir tief liegende Schmerz des Verlustes und des Vermissens darf da sein, aber ich habe wieder zu mir zurückgefunden und ich begebe mich wieder auf eine Bergtour und zwar auf eine ziemlich steile und anstrengende Tour. Ich werde diese Bergtour langsam und mit Bedacht starten und immer wieder Ruhephasen einlegen, an denen ich mich auf eine Bank setzte und zurückblicke und stolz darüber bin, diesen zurückliegenden Weg gegangen zu sein. Denn trotz das mir noch alle Knochen schmerzen, von meiner letzten Tour und dem Abrutschen kurz vorm Gipfel, bin ich doch glücklich darüber, dass ich den Aufstieg wieder gewagt habe und optimistisch bin, dieses Mal den Gipfel erreichen zu können. Sicher mit der ein oder anderen Rast und dem Blick zurück und den damit verbundenen Schmerzen in allen Knochen, aber genau dieses Zurückblicken wird mich weiter antreiben und zum Ziel bringen, da bin ich mir sicher!

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